Buchtipps

Ein alter Mann erinnert sich daran, wie er 1946 nach dem Schulabschluss sein Heimatdorf in England verlassen hat, um an die Küste Nordenglands zu wandern und einmal die Nordsee zu sehen, ehe es auch ihn als  Bergarbeiter unter Tage verschlagen würde, wie alle Männer in seinem Dorf. Er liebt die Natur, die Pflanzen und die Tiere, verdient sich seine Mahlzeiten, indem er unterwegs verschiedene Arbeiten verrichtet. So trifft er auch in Küstennähe auf eine ältere Dame, die ihn verköstigt und sich über seine Gesellschaft und Wissbegierde freut. Ihre Ansichten sind unkonventionell und die Geschichten aus ihrem bunten Leben vielfältig und für den jungen Mann mitunter verwirrend. Er bleibt länger als geplant und revanchiert sich mit Garten-und Renovierungsarbeiten. Er entdeckt ein ehemaliges Atelier und einen Stapel Gedichte, von denen die alte Dame nichts wissen will. Ihm wird deutlich, dass sich auch dahinter eine alte Geschichte verbirgt, die noch nicht bereit ist, erzählt zu werden. Doch nach und nach mit Geduld und Unaufdringlichkeit findet auch dieses Puzzleteil seinen Platz und die Dame eröffnet ihm die Möglichkeit auf ein Leben fernab des Bergbaus und voller Poesie und im Einklang mit sich selbst. Ein ruhiges poetisches Buch mit bildhafter Sprache und schönen Naturbeschreibungen.

Vielen Dank für diese Empfehlung einer Leserin! (UP)