Buchtipps

Dieses Buch beginnt dort, wo viele andere enden. Es ist 1945 und der Krieg ist beendet, die Konzentrationslager werden geschlossen, die Überlebenden befreit und viele stark traumatisiert wieder ins Leben zurückgeworfen. So auch das Mädchen Zofia, das seit drei Jahren nichts von seinem jüngeren Bruder gesehen oder gehört hat. Der Rest ihrer Familie wurde schon bei der Ankunft im KZ in die "falsche" Richtung geschickt.  Sie macht sich auf die Suche nach Abek und begibt sich auf eine lange Reise voller Hoffnung, begegnet anderen Überlebenden, die sich auf ein neues Leben vorbereiten oder ähnlich wie sie nach Verwandten suchen in einer Zeit, in der Hilfsorganisationen versuchen, Familien zusammenzuführen. Allein die Hoffnung, ihren Bruder wiederzufinden und damit das letzte Stück Familie, das ihr geblieben ist, hält sie am Leben und motiviert sie, die Suche fortzusetzen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Nicht nur für Jugendliche ein Buch, das sich mit der Situation direkt nach dem Krieg befasst. (UP)